



Nikotinshots berechnen ist die eine Rechnung, die beim Selbstmischen wirklich schiefgehen kann — und genau dafür gibt es jetzt den smokepope Liquid Rechner. Du gibst Flaschengröße, Aroma-Anteil und Wunschstärke ein, er sagt dir auf den Milliliter genau, wie viel Aroma, Shot und Base in die Flasche gehören. Kein Dreisatz im Kopf, keine Faustregel aus dem Forum. Dieser Ratgeber zeigt dir die Formel dahinter, die fünf Fehler, die der Rechner dir erspart, und konkrete Rezepte für Aromen, die viele von uns im Regal stehen haben.
Der Rechner löst drei getrennte Aufgaben, je nachdem, womit du startest. Im Aroma-Modus baust du eine leere Flasche von Grund auf: Zielmenge, Aroma-Anteil und Wunschstärke rein, Aroma, Shot und Base in Millilitern raus. Im Longfill-Modus sitzt das Aroma bereits in einer 60- oder 120-ml-Flasche, es geht also nur noch um Shot und Auffüllmenge. Im Shortfill-Modus ist das Liquid fertig und bewusst unterfüllt — hier rechnet er rückwärts und sagt dir, welche Stärke am Ende in der Flasche steht.
Dazu kommen die Stellschrauben aus dem Alltag: Freebase oder Nikotinsalz, Shot-Stärke 20 oder 18 mg/ml, das VG/PG-Verhältnis der Base und bis zu drei Aromen gleichzeitig. Das Ergebnis erscheint als komplettes Rezept — und direkt daneben als Einkaufsliste mit den passenden Shots und Basen aus dem laufenden Sortiment.
Ein 10-ml-Nikotinshot mit 20 mg/ml bringt 200 mg Nikotin mit — diese Zahl ist der Ausgangspunkt jeder Rechnung. Wie stark dein fertiges Liquid wird, hängt nur davon ab, auf wie viel Flüssigkeit sich diese 200 mg verteilen. Bei 60 ml ergibt das 3,3 mg/ml, bei 120 ml sind es 1,7 mg/ml.
Umgekehrt gerechnet, wenn du eine Zielstärke im Kopf hast: Shot-Menge in ml = Zielmenge × Zielstärke ÷ Shot-Stärke. Für 60 ml mit 3 mg/ml sind das 60 × 3 ÷ 20 = 9 ml. Für 100 ml mit 6 mg/ml sind es 30 ml, also drei Shots. Die Formel ist simpel — fehleranfällig wird es erst, wenn Aroma dazukommt.
Ein Wort zur Shot-Stärke selbst: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (bvl.bund.de) hält fest, dass E-Zigaretten und Nachfüllbehälter unter das Tabakrecht fallen und für sie Anforderungen an Sicherheit, Qualität, Zusammensetzung, Verpackung und Kennzeichnung gelten. Für deine Rechnung heißt das ganz praktisch: Nimm die Zahl vom Etikett. Ein 18-mg-Shot ergibt in derselben Flasche eine andere Endstärke als ein 20-mg-Shot — der Rechner kennt beide Varianten.
Der klassische Rechenfehler beim Selbstmischen ist, Aroma und Nikotinshot zur vollen Base-Menge zu addieren statt sie davon abzuziehen. Beispiel: Du willst 100 ml mit 10 % Aroma und 3 mg/ml. Richtig sind 10 ml Aroma, 15 ml Shot und 75 ml Base — zusammen exakt 100 ml. Wer stattdessen 10 ml Aroma und 90 ml Base einfüllt und den Shot obendrauf kippt, steht bei 115 ml und damit bei rund 2,6 statt 3 mg/ml. Das Aroma ist gleichzeitig zu dünn, weil es sich auf mehr Flüssigkeit verteilt.
Die anderen vier Stolpersteine sind schneller erzählt: bei mehreren Aromen jede Sorte voll dosieren, statt die Summe im Bereich einer Einzeldosierung zu halten. Flaschengröße und Füllmenge verwechseln — eine 60-ml-Flasche fasst 60 ml, nicht 60 ml plus Shot. Die Shot-Stärke auf dem Etikett übersehen. Und das VG/PG-Verhältnis der Base ansetzen, ohne zu berücksichtigen, dass der Shot es mitverschiebt. Alle fünf verschwinden, sobald der Rechner die Mengen ausgibt.
Die Dosierempfehlung steht auf dem jeweiligen Aroma, die Rechnung machst du drumherum. Drei Beispiele mit Konzentraten, die viele Selbstmischer kennen:
Wichtig ist der Unterschied zwischen Konzentrat und Longfill: Die Prozentempfehlungen oben gelten für hochkonzentrierte DIY-Aromen, die du selbst dosierst. Ein Pinkman Longfill bringt dagegen 14 ml Aroma fertig abgestimmt in einer 60-ml-Flasche mit — dort ist die Dosierung bereits erledigt, und du rechnest nur noch Shot und Base. Wer beides durcheinanderbringt, dosiert entweder viel zu schwach oder wundert sich über einen überzogenen Geschmack.
Beim Longfill füllst du nur noch auf, das Aroma sitzt schon in der Flasche. Nimm den Pinkman Longfill mit 14 ml in einer 60-ml-Flasche: Für 3 mg/ml brauchst du 9 ml eines 20-mg-Shots und 37 ml Base. Kippst du stattdessen den ganzen 10-ml-Shot hinein und füllst auf 60 ml auf, landest du bei 3,3 mg/ml — im Alltag kein spürbarer Unterschied, aber gut zu wissen, welche der beiden Zahlen gerade in deiner Flasche steht. Weitere Sorten stehen in der Longfill-Kategorie.
Beim Shortfill rechnest du nicht die Menge, sondern die Endstärke aus — die Menge gibt die Flasche vor. 50 ml Liquid in einer 60-ml-Flasche plus ein 10-ml-Shot mit 20 mg/ml ergeben 200 mg auf 60 ml, also 3,3 mg/ml. Bei 100 ml in einer 120-ml-Flasche sind es zwei Shots und dieselben 3,3 mg/ml. Willst du glatte 3,0 mg, nimm 18-mg-Shots: 180 mg auf 60 ml gehen exakt auf. Mehr Spielraum gibt es beim Shortfill nicht, und genau das ist sein Vorteil — eine Minute, fertig.
Das Mischverhältnis der Base ändert die Nikotinmenge nicht, aber es entscheidet, ob dein Rezept in deiner Hardware funktioniert: Eine dünnflüssige 50/50-Base zieht in feinen Pod-Coils zuverlässig nach, eine dickere 70/30-Base gehört in Sub-Ohm-Verdampfer mit großen Wicklungsöffnungen. Der Punkt, den viele übersehen: Auch dein Nikotinshot hat ein VG/PG-Verhältnis und zieht das Ergebnis mit. Fünfzehn Milliliter 50/50-Shot in einer 70/30-Mischung verschieben die fertige Flasche spürbar Richtung PG — der Rechner weist deshalb das tatsächliche Verhältnis aus. Passende Gebinde stehen unter Basen und Nikotinshots.
Bei der Nikotinform bleibt die Mathematik gleich: 20 mg/ml sind 20 mg/ml, egal ob Freebase oder Nikotinsalz. Unterschiedlich ist nur das Zugverhalten, weshalb Nikotinsalz vor allem in Pod-Systemen zum Einsatz kommt. Im Rechner schaltest du dafür auf Nikotinsalz mit 50/50-Base um. Welche Form zu dir passt, klärt unser Nikotinshots-Ratgeber; worauf du beim Kauf von Nikotinshots achten kannst, steht dort ebenfalls. Wie du mehrere Aromen kombinierst, zeigt der Ratgeber zum Aroma selbst mischen.
Ein Rezept, das du einmal gerechnet hast, musst du nie wieder rechnen. Der Rechner speichert deine Mischungen lokal im Browser, du kannst sie benennen und später mit einem Klick laden. Über die Teilen-Funktion entsteht ein Link, in dem alle Werte stecken — praktisch, um eine Mischung weiterzugeben oder sie sich selbst aufs Handy zu schicken. Wer es lieber auf Papier hat, druckt das Rezept direkt aus.
Weil die Einkaufsliste am Ergebnis hängt, siehst du unter jedem Rezept die passenden Shots, Basen und Flaschengrößen inklusive der Anzahl, die für genau diese Mischung nötig ist. Vom „wie viel eigentlich?" bis zum gefüllten Warenkorb bleibt es derselbe Bildschirm.
Du brauchst 9 ml eines 20-mg-Shots, praktisch also eine ganze 10-ml-Flasche. Nimmst du den Shot komplett, kommst du auf 3,3 mg/ml. Rechenweg: 60 ml × 3 mg ÷ 20 mg = 9 ml.
Es zählt zur Gesamtmenge. Aroma, Nikotinshot und Base ergeben zusammen die Zielmenge — Aroma und Shot verdrängen also Base. Genau diesen Abzug macht der Rechner automatisch.
Die Empfehlung steht auf dem jeweiligen Aroma; bei vielen DIY-Konzentraten liegt sie zwischen 10 und 15 %. Longfills sind bereits vordosiert — dort entfällt die Prozentrechnung komplett.
Ja, stell die Shot-Stärke im Rechner um. Bei Shortfills ergeben 18-mg-Shots sogar glattere Werte: 10 ml auf 60 ml sind exakt 3,0 statt 3,3 mg/ml.
Mit einer Spritze mit Milliliter-Skala triffst du die Zehntel, die der Rechner ausgibt, problemlos. Abweichungen von wenigen Zehntel Millilitern verschieben die Endstärke nur im Nachkommabereich.
Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Autor: Popy